Dr. Sascha Klotzbücher

Verwalter der Professur "Gesellschaft und Wirtschaft Chinas"

Sinologie Göttingen
  • Fokus
    Gesundheitspolitik | Trans- und Intertransgenerationalität
  • (0551) 39-21281
  • sklotzb@uni-goettingen.de
  • Raum
    KWZ 0.705
  • Sprechzeiten
    Sprechstunde nur per Videokonferenz, Di, 12-14 Uhr. * Keine Anmeldung per Mail nötig. * Das ist der Link zu der Sprechstunde auf bbb: https://meet.gwdg.de/b/sas-hdx-3d7 * Bitte loggen Sie sich zu diesem Meeting ein, ich werde Sie dann einlassen oder mich per Chat melden.

Sascha Klotzbücher vertritt die Professur „Gesellschaft und Wirtschaft Chinas“ im Wintersemester 2020/21. Er studierte in Heidelberg und promovierte in Wien. Während seiner Forschungen absolvierte er Forschungs- und Studienaufenthalte an der Shanghai International Studies University, Huazhong University of Science and Technology in Wuhan, Shihezi University, Stanford University und der National Chengchi University in Taipei.

Sascha Klotzbücher interessiert sich derzeit für die Frage der Trans- und Intertransgenerationalität, zum Beispiel bei der Weitergabe von Erinnerungen in China oder in chinesischen Gemeinschaften. Diese Frage kann auch Antworten darauf geben, welche Bedeutung die Kulturrevolution für die heutige Gesellschaft hat. Ihm geht es aber nicht darum, das ‚Ereignis‘ Kulturrevolution zu rekonstruieren, sondern die Bedeutung des ‚Erlebnisses‘ der Kulturrevolution, auch mithilfe von psychoanalytischen Theorien. Seine Forschungsergebnisse hierzu hat er im Sommer 2019 in dem Buch „Lange Schatten der Kulturrevolution: Eine transgenerationale Perspektive auf Politik und Emotion in der Volksrepublik China“ (Psychosozial-Verlag, 2019) veröffentlicht, die vorher auch als Habilitation an der Universität Wien eingereicht wurde. Ein weiteres, schon langjähriges Interesse ist die Gesundheitspolitik, zu der er auch seine Dissertation geschrieben hat, seinerzeit war es einer der ersten Monographien über das ländliche Gesundheitswesen im post-maoistischen China (2006) und zahlreiche Artikel zum Gesundheitswesen in Xinjiang, Fragen der Forschungsmöglichkeiten als Ausländer („embedded research“) und der Frage der Forschersubjektivität in den Chinawissenschaften. In jüngster Zeit beschäftigt er sich auch mit der Frage, wie die asiatischen und europäischen Gesellschaften mit der Frage einer älter werdenden Bevölkerung umgehen und welche Potentiale für ein selbstbestimmtes und altersgerechtes Leben jeweils in lokalen Projekten versucht und umgesetzt wird.

Er ist seit 2014 auch Board Member der European Association of Chinese Studies und Gutachter für Fachzeitschriften wie The China Quarterly oder The Journal of Current Chinese Affairs u.a..