Dr. Henrike Rudolph

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Dr. Henrike Rudolph
  • Fokus
    Wissens- und Bildungsgeschichte | Globalgeschichte | politische Geschichte | Historische Netzwerkforschung | Digital Humanities
  • (0551) 39 21292
  • henrike.rudolph@uni-goettingen.de
  • Raum
    KWZ 0.726
  • Sprechzeiten
    nach Vereinbarung

Dr. Henrike Rudolph ist seit Oktober 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ostasiatischen Seminar der Georg-August-Universität Göttingen. Nach dem Studium der Sinologie und Politikwissenschaft hat sie 2017 ihre Promotion an der Universität Hamburg und der Fudan Universität in Shanghai abgeschlossen. Sie war zunächst als Postdoktorandin an der Universität Erlangen-Nürnberg beschäftigt, bevor sie eine Vertretungsprofessur an der Universität Heidelberg antrat.

Ihre Forschungsinteressen konzentrieren sich auf transkulturelle Austauschprozesse von Wissen und Praktiken, chinesische Bildungsgeschichte, sowie die Analyse von politischen und sozialen Netzwerken des 20. Jahrhunderts. In ihrem aktuellen Forschungsprojekt beschäftigt sich Henrike Rudolph mit nationalen und internationalen Dimensionen akademischer und politischer Netzwerke chinesischer WissenschaftlerInnen und ExpertInnen. Hierbei kommen auf Grundlage der Erschließung von chinesischen Archiv- und Sekundärquellen auch Theorien und digitale Werkzeuge der historischen Netzwerkforschung zum Einsatz.

Curriculum Vitae

Ausbildung

  • 2012-2017: Promotion im Graduiertenprogramm “China in Deutschland, Deutschland in China“ an der Universität Hamburg und der Fudan University, Shanghai (summa cum laude)
  • 2006-2012: Magister in Sinologie (1. HF) und Politikwissenschaft (2. HF) an der Universität Hamburg
  • 2008-2010: Auslandsstudium am Chinese Language Institute der Tsinghua University, Peking

Akademischer Werdegang

  • 2019-2020: Professurvertretung am Institut für Sinologie der Universität Heidelberg (Lehrstuhl Prof. Dr. Barbara Mittler)
  • 2019: Visiting Scholar am International Center for Studies of Chinese Civilization (ICSCC) an der Fudan University, Shanghai
  • 2018-2019: Postdoc am Institut für Sprachen und Kulturen des Nahen Ostens und Ostasiens, Lehrstuhl für Sinologie, Friedrich-Alexander Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg
  • 2017-2018: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sprachen und Kulturen des Nahen Ostens und Ostasiens, Lehrstuhl für Sinologie, FAU Erlangen-Nürnberg

Fellowships und Auszeichnungen

  • 2018-2019: Postdoc-Stipendium im Rahmen des Programms zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre (FFL) und der „Emerging Talents Initiative“ der FAU Erlangen-Nürnberg
  • 2018-2019: Fellow im Programm „Freies Wissen“ des Stifterverbands, der VolkswagenStiftung und Wikimedia Deutschland
  • 2013-2016: Promotionsstipendium der Universität Hamburg und des chinesischen Bildungsministeriums
  • 2012: Abschlussstipendium der Karl H. Ditze Stiftung
  • 2008-2010: Vollstipendium für ein Auslandsstudium des DAAD und des Chinese Scholarship Council (CSC)

Drittmittel

  • 2018: Projektmittel im Programm „Freies Wissen“ des Stifterverbands, der VolkswagenStiftung und Wikimedia Deutschland
  • 2018: Förderung im Rahmen der „Emerging Talents Initiative“ der FAU Erlangen-Nürnberg
  • 2018: Drittmittel zur Förderung des E-Learnings und der Digitalisierungsstrategie am Lehrstuhl für Sinologie, FAU Erlangen-Nürnberg

Lehre

  • 2019-2020: Professurvertretung am Institut für Sinologie der Universität Heidelberg
  • 2017-2018: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sprachen und Kulturen des Nahen Ostens und Ostasiens, Lehrstuhl für Sinologie, FAU Erlangen-Nürnberg
  • 2012-2014: Lehrauftrag „Digitale Medien für Sinologen“, Asien-Afrika-Institut, Universität Hamburg

Organisation von Workshops und Tagungen

  • Sept. 2019: „Network Perspectives on Chinese History” am International Center for Studies of Chinese Civilization (ICSCC) der Fudan University, Shanghai
  • Sept. 2019: 历史研究中的网络分析 (Social Network Analysis in Historical Research), Nanjing University (Tagesworkshop für Anfänger und Fortgeschrittene)
  • Mai 2019: „Networks Across Time and Space: Methodological Challenges and Theoretical Concerns of Network Research in the Humanities,“mit Aline Deike und Lieve Donnellan, Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz
  • Feb. 2018: “Digital Networks in the Cold War Era,” mit Marc A. Matten und Renée Krusche, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

Software und Programmiersprache

Sehr gute Kenntnisse von Netzwerkanalyse-Tools wie NodeXL, Gephi und visone, Grundkenntnisse in den Programmiersprachen Python und R sowie den Abfragesprachen SQL und SPARQL.

Liste der Publikationen
  • “Xin nüxing he xiandai yixue: ‘Deguo xing’ zai minguo shiqi Shanghai sili zhuchan xuexiao de meili” 新女性和现代医学: “德国性” 在民国时期上海私立助产学校的魅力 (New Women and Modern Medicine: The Allure of ‚Germanness‘ at Private Midwifery Schools in Republican Shanghai). Yiliao shehuishi yanjiu 医疗社会史研究 (Journal of the Social History of Medicine and Health) 4, no. 2 (2019): 134-149.
  • “Über Grenzen und Grauzonen des Fragens hinweg: Ein Denkanstoß zu globalen Solidaritätsnetzwerken in den Geisteswissenschaften,” in Die Frage in den Geisteswissenschaften – Herausforderungen, Praktiken und Reflexionen, hrsg. von Katrin Drews et al. (Berlin: Frank & Timme, 2019), 175-194.
  • Konferenzbericht: “Sunbelt Conference of the International Network for Social Network Analysis, 30.05.2017 – 04.06.2017 Peking”, in: H-Soz-Kult, 24.06.2017
  • Rezension: “The Rural Modern – Reconstructing the Self and the State in Republican China von Kate Merkel-Hess”, in: H-Soz-Kult, 11.01.2018